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Gondar –
die mittelalterliche
Hauptstadt Äthiopiens
Gondar war zwei Jahrhunderte lang äthiopisches Kultur- und
Handelszentrum. Gegründet wurde es 1636 durch Kaiser
Fasiledas.
Heute ist es bekannt durch seine mittelalterlichen Schlösser,
die zum
Weltkulturerbe gehören (UNESCO Liste). Derartige Anblicke erwartet man
nicht in Afrika. In Europa würden solche Burganlagen mit Sicherheit kein
größeres Interesse erwecken, hier scheinen sie einer anderen Welt zu
entstammen, geradezu unwirklich. Woher so eine „unafrikanische“ Idee?
Von
portugiesischen Missionaren überredet,
entschloss sich Kaiser Fasiledas
eine, seiner Würde angemessene Residenz zu bauen. Seine
Ideen
ahmten seine Nachfolger in Gebäuden voller Prunk nach. Nur der sehr
gottesfürchtige
Kaiser Joannis I zog es vor,
Kirchen zu bauen. Den größten Teil der
Mittel nutzte er für
den Tempelbau. Besonders beeindruckend
wirkt der
mit wunderschönen Fresken ausgeschmückte Tempel Debre Berhan Selassie.
Programmpunkt der Besichtigung Gondars ist immer der Besuch im Dorf der
„schwarzen Juden“ – der Falascha.
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